Conversion-Rate-Optimierung (CRO) ist ein systematischer Prozess zur Verbesserung Ihrer Online-Präsenz. Das Ziel ist, mehr Besucher Ihrer Website oder Ihres Google-Profils zu einer gewünschten Handlung zu bewegen. Für lokale Unternehmen bedeutet das konkret: mehr Anfragen, Anrufe und Termine zu generieren, anstatt nur Klicks zu sammeln. CRO ist der Hebel, um aus bestehendem Traffic messbaren Umsatz zu erzeugen.
Was Conversion-Rate-Optimierung für Ihr lokales Geschäft bedeutet
CRO ist mehr als nur ein Fachbegriff aus dem Online-Marketing. Für lokale Unternehmer – ob Handwerker, Gastronomen oder Anwälte – führt sie zu handfesten, messbaren Ergebnissen. Es geht um Aktionen, die Ihr Geschäft direkt voranbringen.
Jede dieser Aktionen ist eine Conversion, ein direkter Gewinn für Sie:
- Ein potenzieller Neukunde ruft direkt über Ihr Google-Unternehmensprofil an.
- Ein Interessent klickt auf „Route berechnen“, um zu Ihrem Geschäft zu kommen.
- Ein Patient füllt das Formular für eine Terminanfrage auf Ihrer Website aus.
Stellen Sie sich einen Friseursalon in Bühl vor. Von 100 Personen, die sein Google-Profil finden, rufen 10 an. Das ist eine Conversion-Rate von 10 %. Durch gezielte Verbesserungen – bessere Fotos vom Salon, klarere Leistungsbeschreibungen und schnelle Antworten auf Bewertungen – rufen plötzlich 12 von 100 Besuchern an. Das sind 20 % mehr potenzielle Termine, ohne zusätzliche Werbeausgaben.
Die Verbindung von Online-Aktionen zu realem Umsatz
Viele lokale Unternehmer unterschätzen, wie eng ihre digitale Präsenz mit dem Geschäftserfolg verknüpft ist. Jede Hürde, die ein potenzieller Kunde online überwinden muss, kann zum Abbruch führen. Eine schwer auffindbare Telefonnummer, veraltete Öffnungszeiten oder fehlende Kundenbewertungen können täglich Umsatz kosten.
Hier setzt die Optimierung an: Sie macht dem Kunden den nächsten Schritt so einfach und vertrauenswürdig wie möglich. Dies ist besonders wichtig, da die meisten lokalen Suchen heute auf dem Smartphone stattfinden. Die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter fällt oft in Sekunden. In unserem Artikel über lokales SEO erfahren Sie, wie Sie Ihre Sichtbarkeit vor Ort gezielt steigern.
Was zählt als „Conversion“? Das hängt stark von Ihrer Branche ab.
Typische Conversions lokaler Unternehmen im Überblick
Diese Tabelle zeigt wichtige Conversion-Ziele für verschiedene lokale Branchen.
BranchePrimäres Conversion-Ziel (Online)Beispiel für eine 'Mikro-Conversion'Restaurant/CaféOnline-TischreservierungKlick auf die Speisekarte (PDF-Download)HandwerksbetriebAusfüllen des Kontaktformulars für ein AngebotAnruf über die Website oder das Google-ProfilArztpraxis/TherapeutOnline-TerminbuchungKlick auf die Wegbeschreibung zur PraxisAnwaltskanzleiAnfrage für eine Erstberatung (Formular)Download eines InformationsdokumentsFriseur/KosmetikstudioBuchung eines Termins über ein Online-ToolBesuch der „Preise“-Seite
Wie Sie sehen, ist das Ziel immer eine konkrete, wertvolle Aktion. Die „Mikro-Conversions“ sind dabei wichtige Zwischenschritte, die ernsthaftes Interesse signalisieren.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für die CRO ist
Die Bedeutung der Conversion-Optimierung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. In Deutschland ist die durchschnittliche Conversion-Rate im E-Commerce von etwa 1,2 % im Jahr 2014 auf rund 2,2 % im Jahr 2023 gestiegen. Das ist ein Zuwachs von über 83 %. Wer nicht optimiert, verliert an Boden. Das gilt für Onlineshops ebenso wie für lokale Dienstleister. Organischer Traffic über Google Maps erzielt oft Conversion-Rates von 2–5 %, da Nutzer hier mit einer klaren Absicht suchen. Mehr zu den aktuellen Zahlen finden Sie in diesem Artikel über die Grundlagen der Conversionrateoptimierung in der DACH-Region.
Ihr optimiertes Google-Unternehmensprofil ist kein „Nice-to-have“ mehr, sondern Ihre digitale Ladentür. Wenn diese klemmt oder ungepflegt wirkt, gehen Kunden zur Konkurrenz – selbst wenn Sie der beste Anbieter der Stadt sind.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie diese digitale Ladentür optimieren. Wir konzentrieren uns auf die Kennzahlen (KPIs), die wirklich zählen, und pragmatische Anpassungen für sofort spürbare Ergebnisse.
Messung und Analyse als Fundament der Conversion Rate Optimierung
Jede gute Optimierung beginnt mit einer Analyse der Zahlen. Bevor Sie Details an Ihrem Google-Profil ändern, müssen Sie verstehen, was Ihre potenziellen Kunden tun – und was sie davon abhält, Kontakt aufzunehmen. Hier legen wir das Fundament für eine Conversion-Rate-Optimierung, die Früchte trägt.
Stellen Sie die richtigen Fragen. Erhält Ihr Unternehmensprofil viele Aufrufe, aber Ihr Telefon bleibt still? Das ist ein klares Warnsignal. Ohne eine solide Datenbasis agieren Sie im Blindflug.
Relevante Kennzahlen für die lokale Conversion Rate Optimierung
Für ein lokales Geschäft sind abstrakte Werte wie „Seitenaufrufe“ oft wenig aussagekräftig. Konzentrieren Sie sich auf KPIs aus den Statistiken Ihres Google Unternehmensprofils, die direkt Umsatz bringen:
- Anrufe: Wie viele Personen haben direkt über den Button im Profil angerufen? Dies ist ein starker Indikator für unmittelbares Kaufinteresse.
- Routenanfragen: Wie oft haben Nutzer die Wegbeschreibung zu Ihrem Geschäft angefordert? Ein klares Zeichen für einen geplanten Besuch.
- Website-Klicks: Wie viele Besucher klicken sich von Ihrem Profil zu Ihrer Website weiter? Hier können Sie deren Verhalten detaillierter analysieren.
Diese drei Kennzahlen sind Ihr Kompass. Sie zeigen, wo die größten Hebel für Verbesserungen liegen. Eine detaillierte Übersicht Ihrer lokalen Rankings, die eine wichtige Grundlage für diese Kennzahlen ist, erhalten Sie durch gezieltes Monitoring mit Tools für das lokale Ranking-Tracking.
Die folgende Darstellung verdeutlicht den typischen Weg eines Kunden bei der Suche nach einem lokalen Anbieter.

Man sieht sofort: Zwischen dem ersten Blick auf Ihr Profil und der Kontaktaufnahme gibt es kritische Punkte, an denen Sie Nutzer verlieren können.
Den Kunden-Funnel verstehen und Schwachstellen aufdecken
Der Weg eines Kunden von der Google-Suche bis zum Anruf ist wie ein Trichter (Funnel). Oben kommen viele potenzielle Kunden herein, doch auf jeder Stufe springen einige ab. Ihre Aufgabe ist es, diese "Löcher" zu finden und zu stopfen.
Ein typischer Funnel für ein lokales Geschäft sieht so aus:
- Sichtbarkeit (Oben im Funnel): Jemand sucht nach „Klempner in Bühl“ und Ihr Unternehmen erscheint in den Google Maps-Ergebnissen.
- Interesse (Mitte des Funnels): Der Nutzer klickt auf Ihr Profil, schaut sich Fotos an, liest Bewertungen und prüft Ihre Dienstleistungen.
- Aktion (Unten im Funnel): Überzeugt, klickt er auf „Anrufen“ oder fordert die Route an.
Bei der Conversion Rate Optimierung geht es darum, den Übergang von einer Stufe zur nächsten so reibungslos und überzeugend wie möglich zu gestalten. Jeder Klick, jede Information und jedes Bild muss Vertrauen stärken und den Nutzer zur gewünschten Handlung motivieren.
Wo genau verlieren Sie Interessenten? Schauen Sie sich das Verhältnis Ihrer KPIs an.
Ein Praxisbeispiel: Ein Restaurant hat 1.000 Profilaufrufe im Monat, aber nur 5 Routenanfragen. Das ist eine Conversion-Rate von 0,5 %. Gleichzeitig klicken 150 Leute auf die Website.
Der Verdacht liegt nahe, dass das Google-Profil selbst nicht überzeugend genug ist, um einen direkten Besuch auszulösen. Vielleicht fehlen ansprechende Bilder vom Essen oder die Öffnungszeiten sind unklar. Nutzer suchen auf der Website nach Informationen, die sie im Profil erwartet hätten. Das ist ein klares Signal, wo Sie mit der Optimierung ansetzen müssen.
Diese Analyse ist ein laufender Prozess. Prüfen Sie Ihre Zahlen regelmäßig, um Trends zu erkennen und die Wirkung Ihrer Anpassungen zu sehen.
Das Google Unternehmensprofil für mehr Anfragen optimieren
Ihr Google Unternehmensprofil ist für viele potenzielle Kunden der erste Kontaktpunkt. Betrachten Sie es als Ihre wichtigste lokale Landingpage. Hier entscheidet sich, ob jemand anruft, Ihre Website besucht oder zu Ihnen findet. Viele lokale Unternehmen lassen hier Potenzial ungenutzt.

Die Optimierung der Conversion-Rate Ihres Profils beginnt damit, Vertrauen aufzubauen und den Weg zur gewünschten Aktion so einfach wie möglich zu machen.
Das Fundament: Korrekte Stammdaten für maximales Vertrauen
Vollständige und zu 100 % konsistente Stammdaten sind die absolute Grundlage. Kunden werden bei widersprüchlichen Informationen misstrauisch.
Ihre NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) müssen exakt übereinstimmen – nicht nur im Google-Profil, sondern überall online. Ein Unterschied wie „Straße“ statt „Str.“ kann Algorithmen verwirren und Nutzervertrauen untergraben.
Präzise Öffnungszeiten sind ebenso wichtig. Es gibt kaum etwas Frustrierenderes, als vor einer verschlossenen Tür zu stehen, obwohl Google Ihr Geschäft als „geöffnet“ anzeigt. Pflegen Sie auch Sonderöffnungszeiten für Feiertage oder Betriebsferien.
Kategorien und Beschreibung: Zeigen Sie, wofür Sie stehen
Die Wahl Ihrer Kategorien entscheidet, ob Google Sie für relevante Suchanfragen berücksichtigt. Wählen Sie eine Hauptkategorie, die Ihr Kerngeschäft exakt trifft.
Ein Beispiel: Ein Elektriker, der auf Smart-Home-Lösungen spezialisiert ist, sollte nicht nur „Elektriker“ angeben, sondern auch spezifischere Nebenkategorien wie „Hausautomation“ hinzufügen. Das zieht die richtigen Kunden an.
Ihre Unternehmensbeschreibung ist der ideale Ort, um wichtige Keywords natürlich zu integrieren. Beschreiben Sie nicht nur, was Sie tun, sondern betonen Sie, welches Problem Sie für Ihre Kunden lösen. Falls Sie bei null anfangen, zeigt Ihnen unser Leitfaden, wie Sie ein Google Unternehmensprofil erstellen.
Profi-Tipp: Der erste Satz Ihrer Beschreibung ist entscheidend. Er erscheint oft als Vorschau in den Suchergebnissen und muss sofort Interesse wecken. Formulieren Sie hier Ihr stärkstes Nutzenversprechen.
Visuelle Verkaufsargumente: Bilder als Faktor der Conversion Rate Optimierung
Authentische, hochwertige Fotos gehören zu den stärksten Hebeln, um die Conversion-Rate Ihres Profils zu steigern. Sie gewähren einen echten Einblick und machen Ihr Unternehmen nahbar.
Verzichten Sie auf austauschbare Stockfotos. Zeigen Sie stattdessen:
- Ihr Team in Aktion: Das schafft Sympathie.
- Ihre Räumlichkeiten: Geben Sie Kunden ein Gefühl für die Atmosphäre.
- Erfolgreiche Projekte oder zufriedene Kunden: Der beste soziale Beweis.
- Professionelle Produktfotos: Machen Sie Ihr Angebot greifbar.
Halten Sie Ihre Bilder aktuell. Ein Foto mit Weihnachtsdeko im Juli wirkt unprofessionell. Ein kurzes Video, etwa ein Rundgang durch Ihr Lokal, kann das Engagement zusätzlich steigern.
Google Beiträge: Ihre Werbefläche mit klarem Ziel
Google Beiträge sind kostenlose Mini-Anzeigen in den Suchergebnissen. Nutzen Sie sie strategisch für aktuelle Angebote oder Neuigkeiten. Ein klarer Call-to-Action (CTA) ist entscheidend für die Conversion.
Seien Sie spezifisch statt vage:
- CTA: „Angebot anfordern“: Führt direkt zum Kontaktformular.
- CTA: „Jetzt anrufen“: Ermöglicht den Anruf mit einem Klick.
- CTA: „Online buchen“: Leitet zu Ihrem Termin- oder Reservierungstool.
- CTA: „Route berechnen“: Ideal für Aktionen, die einen Besuch vor Ort erfordern.
Ein gut gestalteter Beitrag mit einem ansprechenden Bild und einem unmissverständlichen CTA kann die Interaktion mit Ihrem Profil spürbar steigern.
Aktives Management von Fragen und Bewertungen
Ihr Umgang mit Kundenfeedback ist ein öffentliches Aushängeschild. Der Bereich „Fragen & Antworten“ bietet eine große Chance. Beantworten Sie häufige Fragen proaktiv selbst, um Unsicherheiten zu nehmen.
Auf Bewertungen zu reagieren, ist ein direkter Conversion-Hebel. Studien deuten darauf hin, dass Unternehmen, die aktiv auf Bewertungen antworten, ihre Conversions um bis zu 30 % steigern können. Bedanken Sie sich für positives Feedback und gehen Sie auf Kritik professionell ein.
Vertrauen aufbauen und Kaufentscheidungen positiv beeinflussen
Im lokalen Geschäft ist Vertrauen die wichtigste Währung. Potenzielle Kunden treffen Entscheidungen oft in Sekunden. Trust Signals – entscheidende Hinweise – signalisieren einem zögernden Interessenten: „Hier bin ich richtig.“
Diese Vertrauenssignale sind der Hebel, um Ihre Conversion Rate Optimierung voranzubringen und eine glaubwürdige Präsenz aufzubauen.

Die Macht authentischer Kundenbewertungen
Bewertungen sind das stärkste Vertrauenssignal im lokalen Marketing – die digitale Mundpropaganda. Wenn jemand Ihr Google Unternehmensprofil findet, gilt der erste Blick fast immer der Sternebewertung.
Positive Rezensionen sind der soziale Beweis („Social Proof“), dass Sie gute Arbeit leisten. Sie senken das gefühlte Risiko für Neukunden.
Wie Sie auf ehrliche Weise mehr positive Bewertungen erhalten
Der einfachste Weg: Fragen Sie nach, am besten direkt und persönlich. Der perfekte Moment ist, wenn die Arbeit erledigt ist und der Kunde zufrieden ist.
Methoden, die in der Praxis funktionieren:
- Die persönliche Bitte: Sprechen Sie den Kunden nach Auftragsabschluss an. „Wir würden uns über eine kurze Bewertung bei Google freuen, wenn Sie zufrieden waren“ wirkt sympathisch.
- Machen Sie es einfach: Erstellen Sie einen direkten Link zu Ihrem Google-Bewertungsformular und senden Sie ihn per E-Mail oder SMS.
- QR-Code vor Ort: Platzieren Sie einen QR-Code auf Ihrer Theke, Ihren Rechnungen oder Visitenkarten.
Es geht nicht darum, 5-Sterne-Bewertungen zu „jagen“. Schaffen Sie einen ehrlichen Kanal für Feedback. Authentische, detaillierte Bewertungen – auch mit vier Sternen – wirken oft glaubwürdiger.
Souverän mit kritischem Feedback umgehen
Negative Bewertungen passieren. Ihre Reaktion darauf ist ein starkes Vertrauenssignal. Eine professionelle Antwort zeigt, dass Sie Feedback ernst nehmen.
Die goldene Regel: Immer sachlich bleiben, sich für das Feedback bedanken und eine Lösung anbieten. Das entkräftet Kritik und kann das Vertrauen zukünftiger Kunden stärken. Für ungerechtfertigte Fälle ist es gut zu wissen, wann Sie eine Google Bewertung löschen lassen können.
Was sonst noch Vertrauen schafft
Weitere Elemente unterstreichen Ihre Kompetenz. Platzieren Sie diese in Ihrem Google-Profil, z.B. in Beiträgen oder der Beschreibung:
- Zertifikate und Auszeichnungen: Meisterbetrieb, Gütesiegel oder lokale Preise.
- Mitgliedschaften in Verbänden: Zugehörigkeit zu einer Innung oder einem Berufsverband.
- Kundenstimmen und Fallstudien: Ein Zitat eines zufriedenen Kunden oder „Vorher-Nachher“-Bilder.
- Lokale Presse: Berichte in der Lokalzeitung.
Halten Sie Hürden zur Kontaktaufnahme niedrig. Leicht auffindbare und optimierte Kontaktmöglichkeiten sind unverzichtbar.
Systematisch testen und Maßnahmen priorisieren
Conversion-Rate-Optimierung ist ein kontinuierlicher Kreislauf: Hypothese aufstellen, testen, aus Daten lernen und den Prozess wiederholen. So finden Sie systematisch heraus, was für Ihre Kunden funktioniert, anstatt auf Vermutungen zu setzen.
A/B-Tests: Klare Entscheidungen statt Rätselraten
Ein zentrales Werkzeug ist der A/B-Test. Sie erstellen zwei Versionen eines Elements – z.B. einen Werbetext – und zeigen diese unterschiedlichen Teilen Ihrer Zielgruppe. Dann messen Sie, welche Version besser ankam.
Für ein lokales Unternehmen lässt sich das Prinzip pragmatisch auf Ihr Google Unternehmensprofil anwenden.
Konkrete Beispiele:
- Google Beiträge vergleichen: Erstellen Sie zwei Beiträge. In Version A lautet der CTA „Jetzt Angebot anfordern“. In Version B: „Rufen Sie uns für ein kostenloses Angebot an“. Nach einer Woche vergleichen Sie Klicks oder Anrufe.
- Wirkung von Profilbildern testen: Nutzen Sie einen Monat ein Bild Ihres Teams als Hauptprofilbild, im nächsten eine Außenaufnahme Ihres Geschäfts. Vergleichen Sie danach die Anzahl der Anrufe und Routenanfragen.
- Den ersten Eindruck optimieren: Formulieren Sie den ersten Satz Ihrer Beschreibung neu. Variante A betont Erfahrung („Seit 1995 Ihr Partner...“). Variante B stellt den Kundennutzen in den Vordergrund („Schnelle Hilfe bei Heizungsausfall...“).
Ändern Sie bei A/B-Tests immer nur eine Variable auf einmal. Sonst wissen Sie nicht, welche Änderung für das Ergebnis verantwortlich war.
Quick Wins finden: Die Aufwand-Wirkung-Matrix
Ihre Zeit ist kostbar. Priorisieren Sie klug mit der Aufwand-Wirkung-Matrix.
Bewerten Sie jede Maßnahme nach zwei Kriterien:
- Aufwand: Wie viel Zeit, Geld oder Wissen brauchen Sie? (Niedrig, Mittel, Hoch)
- Wirkung: Welchen Einfluss auf Ihre Conversion Rate erwarten Sie? (Niedrig, Mittel, Hoch)
Maßnahmen in der Kategorie „Niedriger Aufwand, Hohe Wirkung“ sind Ihre „Quick Wins“. Mit diesen sollten Sie anfangen.
Das Potenzial ist beachtlich. Durchdachte CRO-Strategien können Konversionen um bis zu 223 % steigern. Schon kleine Anpassungen, wie die Reduzierung von Formularfeldern, können die Conversion um 50–120 % erhöhen. Weitere Einblicke finden Sie in den Daten zur digitalen Marketing-Performance auf landingi.com.
Priorisierung am Beispiel einer KFZ-Werkstatt
Diese Matrix hilft zu erkennen, wo sich der Einsatz am meisten lohnt.
MaßnahmeGeschätzter Aufwand (Niedrig/Mittel/Hoch)Erwartete Wirkung (Niedrig/Mittel/Hoch)PrioritätÖffnungszeiten für Feiertage aktualisierenNiedrigHochQuick Win (Sofort umsetzen)Auf 5 neue Kundenbewertungen antwortenNiedrigMittelQuick Win (Sofort umsetzen)Neue Fotos von der Werkstatt hochladenMittelHochHohe PrioritätEin kurzes Vorstellungsvideo produzierenHochHochMittlere PrioritätDie Website komplett neu gestaltenHochHochNiedrige Priorität (Langzeitprojekt)
Oft machen kleine, schnell umsetzbare Dinge den größten Unterschied. Um bei diesen Optimierungen den Überblick zu behalten, kann eine spezialisierte SEO App hilfreich sein.
Zusammenfassung und nächste Schritte
Sie haben nun einen klaren Fahrplan für die Conversion-Rate-Optimierung Ihres lokalen Unternehmens. Alles beginnt mit dem Verständnis und der Messung Ihrer lokalen Kennzahlen wie Anrufe und Routenanfragen. Ihr Google Unternehmensprofil ist Ihr stärkstes Werkzeug. Bauen Sie Vertrauen durch authentische Kundenbewertungen auf und testen Sie regelmäßig kleine Änderungen, um es zu einer verlässlichen Quelle für Neukunden zu machen. Bleiben Sie dran und identifizieren Sie immer wieder die Stellschrauben mit dem größten Hebel. Echte Optimierung ist ein kontinuierlicher Kreislauf aus Messen, Testen und Anpassen.
Beginnen Sie mit den einfachsten Erfolgen – den „Quick Wins“. Wenn Sie professionelle Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, um Ihre Conversion Rate systematisch zu steigern, kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen, aus Sichtbarkeit handfeste Ergebnisse zu machen.
Häufige Fragen zur lokalen Conversion-Optimierung (CRO)
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur praktischen Umsetzung.
Wie berechne ich die lokale Conversion Rate?
Die Formel lautet: (Anzahl der Conversions / Anzahl der Profilbesucher) x 100.
Als Conversion zählt jede wertvolle Aktion in Ihrem Google Unternehmensprofil: ein Anruf, eine Routenanfrage oder ein Website-Klick.
Hatte Ihr Profil letzten Monat 1.000 Besucher und 50 davon klickten auf den Anruf-Button, liegt Ihre Conversion Rate für Anrufe bei 5 %.
Was ist eine gute Conversion Rate für ein lokales Unternehmen?
Es gibt keine universelle Antwort, da dies von Branche, Standort und Konkurrenz abhängt. Ein Anwalt in einer Großstadt hat andere Werte als ein Friseur auf dem Land.
Als grober Anhaltspunkt: Conversion Rates zwischen 2 % und 5 % über das Google Unternehmensprofil sind ein solider Wert.
Wichtiger ist die kontinuierliche Verbesserung Ihrer eigenen Zahlen.
Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre eigenen Zahlen zu schlagen. Eine Steigerung von 2 % auf 3 % bedeutet 50 % mehr Anfragen bei gleichem Traffic. Das ist der wahre Gewinn.
Wo fange ich mit der Optimierung am besten an?
Starten Sie mit den Grundlagen, den „Quick Wins“. Das sind schnell umsetzbare Dinge mit oft großem Hebel.
Überprüfen Sie zuerst:
- Vollständigkeit: Haben Sie jedes Feld in Ihrem Profil ausgefüllt?
- Aktualität: Sind Ihre Öffnungszeiten zu 100 % korrekt?
- Bildqualität: Wirken Ihre Fotos professionell?
- Reaktionen auf Bewertungen: Antworten Sie zügig und persönlich?
Dieses Fundament muss stehen, bevor komplexere Maßnahmen wie A/B-Tests Sinn ergeben.
Wie oft sollte ich meine Conversion Rate checken?
Ein monatlicher Check ist ideal. Das gibt Ihnen genug Daten, um Trends zu erkennen, ohne sich von täglichen Schwankungen beeinflussen zu lassen.
Nutzen Sie die Google Business Insights und tragen Sie die wichtigsten KPIs – Profilaufrufe, Anrufe, Routenanfragen – in eine Tabelle ein. So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihre Maßnahmen fruchten.
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